Ein neues Wirtschaftssystem
Wie schaut ein neues Wirtschaftssystem aus, das von Liebe getragen ist?
Wenn du immer dem Grundsatz folgst, dass deine Handlungen von Liebe getragen sein sollen und nicht von Angst oder Besorgnis, muss auch das wirtschaftliche Denken aus dem Herzen kommen. Stell dir vor, du möchtest etwas haben, aber es ist zu teuer. Wie fühlst du dich?
Ich fühle mich ein bisschen traurig und seufze innerlich, weil ich mir das schöne Ding nicht leisten kann. Ich fühle, dass ich nie so viel Geld haben werde, um mir wirklich alle Sachen kaufen zu können, die ich haben will.
Es gibt also Menschen, die Dinge produzieren, sie anbieten und dann gibt es andere, die diese Dinge haben wollen. Auf dieser Basis beruht das gesamte Wirtschaftssystem mit allen seinen Facetten.
Gäbe es keine Menschen, die ihre Produkte anbieten würden oder gäbe es keine Menschen, die daran interessiert sind, würde das System nicht bestehen können.
So werden aber immer mehr und immer schönere Produkte angeboten – und die Menschen werden durch Werbung und Marketing animiert, diese schönen Dinge zu kaufen. Was tun sie deswegen? Sie arbeiten noch ein bisschen mehr, um sich die schöne neue Küche oder das schöne neue Auto leisten zu können. Und weil das so funktioniert, bieten die Verkäufer noch schönere Küchen und noch schönere Autos an. Und schon bist du wieder unzufrieden mit dem, was du hast.
Das Wirtschaftssystem, in dem ihr lebt und das ihr erschaffen habt, schürt die Unzufriedenheit. Es gibt immer etwas, das besser ist, das toller aussieht. Du wirst nie das Optimum erhalten, nie das Optimum erreichen und du wirst immer unzufrieden sein. Vielleicht bist du ein paar Jahre lang mit deiner Küche glücklich, aber inzwischen gibt es sicher viele andere Dinge, die du haben willst. Eure bunten Prospekte bieten wunderschöne Reisen in ferne Länder an – und wenn jemand das ganze Jahr arbeitet, warum soll er sich dann nicht am Meer entspannen in einem Luxushotel oder zumindest in einem netten Appartement?
Was spricht so sehr gegen das System, das ihr errichtet habt und bei dem wir euch natürlich auch geholfen haben. Denn so viele Wünsche erreichen uns, in denen ihr dies und jenes anstrebt, dies und jenes haben wollt – und wir helfen euch gern, alles zu erhalten, wonach es euch begehrt. Jedoch sind wir nicht immer glücklich mit eurer Wahl, weil ihr oft Dinge wünscht, die ihr später wieder los werden wollt oder die euch nur Kummer bereiten. Es wäre an der Zeit umzudenken und zu hinterfragen, wonach euch wirklich der Sinn steht.
Ich weiß, dass es für viele von euch nicht darum geht, euch Autos oder Küchen zu kaufen, sondern einfach darum, die Miete zu bezahlen und das tägliche Brot zu kaufen. Doch schaut trotzdem in eurem Inneren nach, wie sehr das Habenwollen noch in euch wach und aufmerksam ist, wie sehr euer Bewusstsein auf das Erreichen von Zielen ausgerichtet ist.
Wie viele Wünsche schickt ihr täglich ins Universum? Wir füllen ganze Galaxien mit euren Wünschen und erfinden immer neue Wege, sie euch zu erfüllen.
Auch jene, die wenig haben, sind nicht vor dem Habenwollen gefeit. Sie wollen vielleicht weniger, doch ist ihr Bewusstsein ebenso auf das Erhalten und Verteidigen ihres Besitzes ausgerichtet oder sogar Gier und Neid sind im Denken und im Herzen eingenistet.
Wir sehen, dass ihr in einer Falle sitzt, die ihr euch noch mit Käse gut ausstaffiert, damit ihr gar nicht auf die Idee kommt, dass es eine Falle ist. Die Falle ist das mangelnde Vertrauen in Alles-was-ist. Habt Vertrauen, liebe Brüder und Schwestern, dass wir uns wirklich um euch kümmern. Ihr braucht keine gedanklichen Kapriolen schlagen, damit ihr euch eure Wünsche erfüllen könnt.
Betrachtet doch erst einmal euer Herz. Wonach sehnt es sich? Sehnt es sich nicht nach Ruhe und Frieden, nach Geborgenheit und Zuwendung? Vielen von euch hängt das Wort Sicherheit noch nach bzw. es steht euch im Wege. Ihr sucht Sicherheit im materiellen Besitz, eine sichere Wohnung, am besten eine Eigentumswohnung, damit man nicht umsonst jahrelang Miete zahlt – oder ein Haus mit Garten, schön eingezäunt und fern von allen anderen, die auch ihre Gärten einzäunen und ihre Tür zweimal zusperren.
Ihr habt soviel Angst in euch aufgestaut, dass ihr glaubt, ihr könntet euch in euren Wohnungen und Häusern davon befreien. Doch die Angst bleibt und das Gefühl der Unsicherheit verstärkt sich mit eurem Besitz, denn dann müsst ihr euch noch mit Alarmanlagen absichern.
Materie ist fest gewordene Energie, dicht schwingende Energie. Ihr fühlt euch in dieser dichten Energie wohl und sicher. Und gleichzeitig sucht ihr nach Spiritualität. Wie kann das zusammen passen? Wenn euer Herz Richtung Himmel schwebt, wie lässt es sich von Haus und Garten halten? Was ihr als Unsicherheit erlebt und als mangelnde Geborgenheit ist euer innerer Zwiespalt. Einerseits sehnt ihr euch nach Erlösung und andererseits wollt ihr euch hier auf Erden anketten durch Besitz und materielle Sicherheit.
Was also kann ein leeres Bankkonto bedeuten für jemanden, der sich nach der Erlösung sehnt? Das kann doch nur als Spiegel betrachtet werden, als Projektion der eigenen Ängste alles zu verlieren oder als Zeichen, dass man noch nicht bereit ist, alles los zu lassen, um die himmlische Glückseligkeit oder auch die Erlösung zu erlangen.
So zeigt euer Berg an Schulden an, wie viel Angst ihr noch habt, wie viele Sicherheiten ihr noch braucht – und er wird erst kleiner werden, wenn auch eure Angst kleiner geworden ist.
Habt keine Angst, vertraut einfach den Engeln, dem Universum und Gott, der mitten in euch eine Wohnstatt gefunden hat. Glaubt mir, Gott ist euer Herz Tempel genug. Und jedes Haus und sei es noch so groß und prächtig, würde ihm zu eng werden. Ihr habt ihm Kirchen und Synagogen gebaut, große Paläste wie im Vatikan und doch wohnt Gott in eurem Herzen und hat nur einen Wunsch, dass ihr ihn erkennt.
Hört auf, im Außen zu suchen, dort werdet ihr nur eure Wünsche finden und eure Mängel erkennen. Beginnt im eurem Herzen zu suchen, denn dort werdet ihr fündig werden und vollkommen erfüllt sein von Liebe und Sicherheit und Geborgenheit und dem Gefühl angekommen zu sein, auch ohne Auto. (Nathanael lächelt)
Und wie können wir dann hier Handel treiben und arbeiten?
Es gab eine Zeit, das gab es keinen Handel und die Menschen arbeiteten, weil es ihnen Freude machte. Sie erstellten Werkzeuge und Materialien, weil sie sich etwas ausgedacht hatten und es herstellen wollten. Sie waren sehr kreativ und sie hatten keine Mühe bei der Erzeugung ihrer Materialien. Sie konnten sich noch ihrer geistigen Kräfte bedienen.
Materie ist niedrig schwingende Energie. Je mehr die Menschen jedoch verlernten, ihre geistigen Kräfte einzusetzen – ihr habt die Beispiele aus eurer Geschichte. Von der Steinzeit an wurden die Menschen immer findiger, was ihre Denkleistung und ihre Erzeugnisse betrifft. Aber die meisten waren so tief in die Materie versunken, dass sie nicht mehr wussten, ihre geistigen Kräfte zu gebrauchen. Sie hatten vor fast allem Angst, vor der Kälte und vor der Hitze, vor heftigem Regen, vor Gewitter und vor Tieren und anderen Menschen. Und dieses Denken, Angst haben und diese Unsicherheit der Natur gegenüber findet sich in euch gespeichert.
Ihr braucht sichere Wohnungen und einen sicheren Job und erfreut euch an schönen Werkzeugen oder an praktischen Dingen für den Alltag. Ihr habt wunderbare Erfindungen gemacht und sogar den Mond besucht. Doch wenn du das genauer betrachtest, so sind alle Erfindungen aus Angst entstanden. Viele eurer technischen Errungenschaften entstammen der Kriegsindustrie. Viel Geld wird in die Produktion von Waffen und technischen Abwehr- und Angriffssystemen investiert. Und gleichsam so nebenbei wurde die Raumfahrt entwickelt und viele, viele Dinge des täglichen Gebrauchs. Angst und Schrecken regieren immer noch die Gemüter der Menschen. Sonst würden sie nicht so nach Sicherheit schreien.
Wenn ihr eine neue Wirtschaft aufbauen wollt, so müsstet ihr erst frei von dieser Angst sein. Denn dann würde sich alles grundlegend ändern. Ihr müsst wieder Zugang zu euren geistigen Kräften haben und wissen, dass ihr euch die Erde wirklich untertan machen könnt, aber nicht durch Bezwingen, sondern durch Manifestation der Liebe und Freude in allen euren Handlungen.
Ein neues Wirtschaftssystem setzt ein neues Denken und ein neues Fühlen voraus. Ihr müsstet aufhören, euch gegenseitig übertreffen zu wollen oder nur in Superlativen zu denken. Ihr würdet neue Schönheitsideale brauchen und vor allem müsstet ihr lernen, euch zu vertrauen.
Ihr müsstet wieder Freude aneinander haben, euch gern miteinander unterhalten, euch treffen und gemeinsam eure Kräfte einsetzen. Warum setzt ihr eure Kräfte nicht ein, um Dinge zu erschaffen, um euch die Arbeit zu erleichtern? Ihr misstraut eurer Kraft und ihr misstraut unserer Kraft. Wir helfen euch gern. Wir leiten euch an, Dinge zu manifestieren. Wir helfen Künstlern und Poeten, Maurern und Architekten, aber auch jeder Hausfrau beim alltäglichen Wohnungsputz. Wir helfen euch immer, wenn ihr uns ruft.
Und ihr könnt lernen, eure Energie wirklich so zu fokussieren, dass ihr genügend Zeit für Gott habt. Setzt euch zusammen, betet gemeinsam und ihr werdet große Hilfe erhalten. Der Sonntag ist nicht umsonst ein geheiligter Tag. Ihr könntet euch zusammenfinden und für das Tun der vergangenen Woche bedanken und für gelingendes, frohes Werken in der kommenden Woche beten. Doch die meisten Messen sind schwache Liturgien und scheinheilige Gesänge und abgespulte Gebete. Das ist wirklich schade, denn ihr könntet mit eurer gemeinsamen Kraft viel mehr erreichen, euch verbinden und für euch sorgen., so dass niemand mehr Not leiden müsste. Immer wieder bitte ich euch, bildet Gemeinschaften, in denen jeder die Aufgaben übernimmt, die ihm am leichtesten fallen. Und helft einander durch Gebete und Mantren, mit denen ihr Energien in Materie verwandeln könnt.
Erzengel Nathanael, August 2008
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